Die serielle Arbeit der Warteraum-Inszenierungen I/05, II/06, III/07, VI/08, V/10 spiegelt im Kern die Auseinandersetzung mit soziologischen Machtverhältnissen, Niederlagen, menschlicher Begrenztheit, Hilflosigkeit und Zerrissenheit wieder, die jedem geläufig sind. Es sind Warteräume als Orte observierten Schutzes und gefährdeter Ruhe, sowie Zeitzonen des Anhaltens.

Mehrere Faktoren sind kennzeichnend für die Installationen. Zur Visualisierung konstruiere ich einerseits Objekte, die unter Umständen auch multimedial ergänzt werden. So gibt es kinetische und akustische Elemente oder den Einsatz von Überwachungselektronik. Flexible Werkstoffe wie Silikon oder Latex, oft mittels Abformtechnik bearbeitet, unterstützen den morbiden Charakter dieser Arbeiten.

Barbara Koch