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Mich interessieren die Grenzen zwischen Versuchung und Vergiftung, Anziehungskraft und Widerwillen. Ich erzeuge Spannungsfelder zwischen Macht und Ohnmacht. Ich interpretiere Entfremdung.

Seit 2005 arbeite ich an der Reihe meiner Warteraum-Installationen. Diese Raumszenarien stellen Orte vermeintlichen Schutzes und gefährdeter Ruhe dar. Mit der Arbeit an den Installationen schaffe ich mir Zeiträume des Innehaltens, und die Möglichkeit mich mit gesellschaftlich verdrängten oder stillschweigend akzeptierten Monstrositäten auseinanderzusetzen. Es entstehen überzeichnete und entfremdet anmutende Raumsequenzen, die für mich lediglich unseren Alltag spiegeln.

Diesen Gedanken aufgreifend arbeite ich darüber hinaus an farbintensiven, grell leuchtenden (Wand)-Objekten aus Silikon. Ich vergifte Farbe und lasse Strukturen wuchern. Fühler, Tentakeln, Ausstülpungen oder Blasen ragen in den Raum hinein, drohen ihn zu übernehmen und zu sprengen. Kennzeichnend für meine Arbeit sind häufig flexible Materialien wie Silikon, Latex, Stoff oder Garn.